Psychotherapie: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren zur Diagnostik und Behandlung psychischer, psychosozialer oder auch psychosomatisch bedingter Leidenszustände und krankheitswertiger Störungen mit wissenschaftlich-psychotherapeutischen Methoden. Zweck der Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu lindern oder zu heilen, in Lebenskrisen zu helfen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern sowie die Reifung, persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.

Brauche ich eine Psychotherapie?

– Fühlen Sie sich oft oder ständig niedergeschlagen? Finden Sie Ihr Leben sinnlos?
– Haben Sie das Interesse an Dingen verloren, die Ihnen früher Spaß machten?
– Sind Sie häufig angsterfüllt oder unruhig?
– Haben Sie Schlafstörungen oder körperliche Symptome, für die es keine ärztliche Erklärung gibt?
– Fällt es Ihnen schwer, Ihren Alltag zu bewältigen?
– Leiden Sie selbst unter Ihrer Verfassung? Äußern andere Sorge um Sie?

Dass Gefühle mächtiger sind als gewohnt oder Krisen die Psyche belasten, gehört zum Leben dazu. Bleiben die Beschwerden aber wochenlang/monatelang bestehen, kann eine psychische Erkrankung vorliegen.
In der Podcast-Reihe „Besser leben“ von Der Standard erklärt Markus Böckle, Psychotherapeut und Leiter des Departments für Forschung und Wissenschaft im Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie, in welchen Fällen eine Psychotherapie sinnvoll ist und worauf es bei einer gelungenen Therapiebeziehung wirklich ankommt.  Sie können den Podcast unter diesem Link anhören: Brauche ich eine Psychotherapie?

Welche Psychotherapiemethode hilft mir?

Zahlreiche Studien zeigen, dass Psychotherapien wirksam sind. „Das ist ganz eindeutig“, sagt Christian Korunka, Professor für Psychologie an der Universität Wien, der auch den postgraduellen Universitätslehrgang Psychotherapeutisches Propädeutikum leitet. „Psychotherapien sind hochwirksam, die Effekte sind ähnlich stark wie bei medikamentösen Behandlungen oder sogar besser als diese.“
Sieht man sich die Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapien genauer an, zeigt sich interessanterweise auch, dass die konkrete Methode gar nicht die größte Rolle spielt. Bereits seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Beziehung zwischen Therapeutin und Patient ein ganz entscheidendes Kriterium ist, wie wirksam eine Therapie ist. „Es braucht Vertrauen, und dafür braucht es eine gewisse Sympathie, und die Therapeutin muss auch in der Lage sein, diese professionelle Beziehung gut zu entfalten und zu kontrollieren“, sagt Brigitte Lueger-Schuster, Professorin für Psychotraumatologie an der Universität Wien.
Weiters fallen Eigenschaften des Patienten ins Gewicht, also etwa wie therapiewillig die Person ist oder welche anderen Leiden neben den psychischen Problemen bestehen. Auch Eigenschaften des Therapeuten spielen eine große Rolle: Es ist bekannt, dass manche Therapeuten eine extrem hohe Erfolgsquote haben, und das scheint mehr an ihrer Persönlichkeit zu liegen als an der Methode, die sie anwenden. Erst weit abgeschlagen kommen bestimmte Methoden und Techniken als Wirkfaktor zum Tragen.
Daraus den Schluss zu ziehen, dass die konkrete Methode irrelevant sei, stimmt aber auch wieder nicht. Denn: „Die therapeutische Beziehung ist sehr unterschiedlich in den verschiedenen therapeutischen Richtungen, und sie muss auch entsprechend gelernt werden“, sagt Christian Korunka, Professor für Psychologie an der Universität Wien, Leiter des postgraduellen Universitätslehrgangs Psychotherapeutisches Propädeutikum.
QuelleDer Standard 20. Mai 2023

Wie komme ich zu einer Psychotherapie?

Die Kontaktnahme ist oft der schwierigste Schritt, denn er bedeutet einen aktiven Schritt in Richtung Veränderung. Es erfordert Mut, Aufgeschlossenheit und Neugier, damit Änderung möglich wird. Diese kann, auch wenn sie ersehnt ist, Angst machen. Ich möchte Sie dennoch ermutigen, diesen Schritt zu tun und werde mit Ihren Anliegen vertraulich und sorgsam umgehen.
Sie können mich entweder per Telefon oder per E-Mail erreichen um einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren.

Wann sind Sie telefonisch erreichbar um einen Termin für das Erstgespräch fest zu legen?

Ich bin telefonisch erreichbar von 09:00 bis 18:30. Wenn Sie mich nicht persönlich erreichen, dann sprechen Sie bitte eine entsprechende Nachricht ein und ich melde mich bei ihnen. Sie können mich auch per E-Mail unter: christa.paluselli@gmail.com anschreiben.

Wie läuft ein Erstgespräch ab?

Nach Ihrer Kontaktaufnahme per Telefon oder E-mail kommen Sie zu einem Erstgespräch, in dem wir Ihr Anliegen, Ihre momentanen Lebenssituation, ihre aktuelle medizinische Behandlung und Ihre bisherigen Erfahrungen mit psychologischer Behandlung oder Psychotherapie besprechen.
Die Beziehung zwischen KlientIn und TherapeutIn ist für mich der wichtigste Faktor einer erfolgreichen Psychotherapie. Für mich ist das Erstgespräch sehr wichtig, um Sie kennen zu lernen und mir einen ersten Eindruck von Ihrem Anliegen zu machen. Für Sie ist das erste Gespräch wichtig, um herauszufinden, ob Sie sich von mir verstanden fühlen und Sie sich in meiner Praxis wohlfühlen.
Ich werde Sie auf Wunsch auch informieren über meine Arbeitsweise und wir können weitere Fragen wie: Frequenz der Sitzungen, Dauer der Psychotherapie, die Kostenübernahme durch die Krankenkasse und die Absageregelung besprechen.
Für dieses und alle weiteren Gespräche gilt: Wenn immer sich Fragen auftun, können Sie diese jederzeit stellen.
Das Erstgesprächs soll die Entscheidung ermöglichen, für einen Zeitraum von 10 Einheiten (die meisten Kassen benötigen erst ab der 11. Stunde einen entsprechenden Antrag) miteinander zu arbeiten und dann nach einer Zwischenbilanz wieder gemeinsam zu überlegen wie wir die Zusammenarbeit weiter gestalten möchten.

Ist das Erstgespräch kostenlos?

Ich nehme mir für unser Kennenlernen ausreichend Zeit, weshalb das Erstgespräch kostenpflichtig ist. Es ist der Beginn einer Zusammenarbeit und für die Kosten erhalten sie – genauso wie für die folgenden Therapiestunden – den von ihrer Kasse vorgesehenen Kostenzuschuss. Es gilt das reguläre Honorar einer Therapiestunde (50 Minuten).
Hier finden Sie eine genaue Übersicht zur Honorarregelung in meiner Praxis.

Wie lange dauert das Erstgespräch ?

Ein Erstgespräch dauert 50 Minuten.

Muss ich zum Erstgespräch irgendwelche Unterlagen mitbringen?

Sie können relevante psychiatrische, psychologische, neurologische oder internistische Befunde mitbringen!

Muss ich vor meinem Erstgespräch meinen Hausarzt oder einen anderen Arzt aufsuchen?

Vor dem Erstgespräch ist ein zusätzlicher Arztbesuch nicht notwendig.
Vor dem zweiten Besuch bei Ihrem/Ihrer TherapeutIn benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung (Bestätigung der ärztlichen Untersuchung bei Inanspruchnahme psychotherapeutischer Behandlung) und rechtzeitig vor der 11. Sitzung muss ein schriftlicher Antrag durch mich – oder durch Sie (unterschiedlich je nach Kasse) bei Ihrer Kasse eingereicht werden.
Eingereichte Honorarnoten müssen einen Saldierungsvermerk (Zahlungsbestätigung) aufweisen oder eine Zahlungsbestätigung (bei Banküberweisung) muss beigelegt werden.

Wie lange dauert eine psychotherapeutische Sitzung?

Eine Einzeltherapie-Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Jedoch nach Bedarf und Absprache kann es aber auch ein anderer Zeitrahmen sein (z.B. 60 Min./75 Min./100 Min).

Wie lange dauert eine Psychotherapie bei Ihnen?

Die Dauer der Psychotherapie hängt von individuellen Gegebenheiten (z.B. persönliche Vorgeschichte, aktuelle Situation usw.) und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen ab.
Eine Psychotherapie dauert im Idealfall so kurz wie möglich und so lange wie nötig.

Wie häufig finden Sitzungen statt?

Eine Therapie findet in regelmäßigen Abständen statt. Wie kurz oder lang diese Abstände sein sollen wird gemeinsam festgelegt. Meist finden die Treffen einmal wöchentlich oder zweiwöchentlich statt.

Wie endet eine Psychotherapie?

Die Therapie endet meist, wenn die gemeinsam vereinbarten Ziele erreicht sind und es Ihnen somit besser geht.
Manchmal finden zum Ende der Therapie Sitzungen nur noch alle 2 – 4 Wochen statt. Die Therapie wird – ähnlich wie manche Medikamente – so oft langsam ausgeschlichen.
Ein gemeinsames Abschlussgespräch ist sehr hilfreich um das Erreichte gut zu integrieren und für den Alltag zur Verfügung zu stellen.
Dabei wird unter anderem auf folgende Fragen eingegangen: Was waren meine Ziele und wohin möchte ich mich weiter entwickeln? Was kann ich tun, um in der Therapie Erreichtes zu bewahren? Was mache ich, falls Beschwerden wieder auftreten oder sich verstärken?

Kann ich die Behandlung jederzeit beenden?

Eine Psychotherapie basiert auf Freiwilligkeit und Selbstbestimmung des Klienten. Daher können Sie eine angefangene Behandlung jederzeit und in jeder Behandlungsphase beenden, wenn Sie es möchten. Wichtig ist mir, dass dazu ein gemeinsames Gespräch stattfindet – eine Therapie (egal wie lange sie gedauert hat) damit beendet wird und nicht abgebrochen.

Kann ich einen Termin absagen?

Falls man verhindert ist, kann ein vereinbarter Termin bis zu 24 Stunden vorher kostenfrei abgesagt werden. Hierzu genügt eine Nachricht per Telefon, SMS oder eine E-mail. Sollten Sie einen Termin nicht zeitgerecht absagen, haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich das vereinbarte Honorar verrechne.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Bei Vorliegen der Voraussetzungen (vorherige Bewilligung, ärztliche Bestätigung vor der zweiten Therapiestunde, Einreichung der bezahlten Honorarnote) und pro Therapiestunde (status November 2020):
ÖGK: 31,50 €
SVS:  45,00 €
BVAEB (öffentlich Bedienstete, Eisenbahn & Bergbau): 42,40 €
KfA (Krankenfürsorgeanstalt der Stadt Salzburg): 45,00 €
Die Teilrefundierung gilt nicht für Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision.
Es gibt in Salzburg für wirtschaftlich besonders Benachteiligte die Möglichkeit zu psychotherapeutischer Behandlung, die zur Gänze von der Krankenkasse bezahlt wird: Kostenlose Psychotherapie auf Krankenschein in Salzburg.

Scheint meine Psychotherapie irgendwo auf ?

Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten sowie ihre Hilfspersonen sind gemäß § 15 Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990, zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet.
Das bedeutet auch, dass ich keine Auskünfte an Angehörige, Außenstehende, öffentliche oder private Institutionen geben darf – auch nicht über ihre bloße Anwesenheit.
Auf Wunsch von Ihnen kann ich eine Bestätigung über Anzahl und Dauer der Sitzungen ausstellen.
Anträge, die notwendig sind, damit die jeweiligen Kassen den entsprechenden Betrag für die Kosten der Sitzungen refundieren, werden entsprechend anonymisiert verfasst.

Erfährt meiner Versicherung Einzelheiten über die Behandlung?

Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten sowie ihre Hilfspersonen sind gemäß § 15 Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990, zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet.
Das bedeutet auch, dass ich keine Auskünfte an Angehörige, Außenstehende, öffentliche oder private Institutionen geben darf – auch nicht über ihre bloße Anwesenheit.
Auf Wunsch von Ihnen kann ich eine Bestätigung über Anzahl und Dauer der Sitzungen ausstellen.
Anträge, die notwendig sind, damit die jeweiligen Kassen den entsprechenden Betrag für die Kosten der Sitzungen refundieren, werden entsprechend anonymisiert verfasst.

Was sind psychosomatische Störungen?

Die Psychosomatik ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit dem Einfluss psychischer und sozialer Faktoren auf den Körper auseinandersetzt. Sie beschäftigt sich somit mit der Wechselwirkung von Psyche und Körper. Diese ist sehr komplex.
Bei psychosomatischen Erkrankungen können zum Beispiel seelische Belastungen, Lebenskrisen oder traumatische Erfahrungen körperliche Beschwerden auslösen und/oder verstärken. Aber auch körperliche Erkrankungen bzw. Beschwerden können die Psyche stark belasten. Man spricht dann von sogenannten somatopsychischen Reaktionen.

Was sind somatoforme Störungen?

Man geht dabei davon aus, dass die Beschwerden in diesem Fall auf psychische bzw. den Stoffwechsel der psychischen Funktionen zurückzuführen sind. Wichtig zu wissen ist, dass die betroffene Person die Symptome wirklich als solche empfindet und sich nicht „einbildet“. Dies trägt auch zum Verständnis des Umfelds von Betroffenen bei.

Auf der Webseite vom Bundesministerium für Gesundheit finden Sie noch weitere Informationen.

Diese Seite – Psychotherapie Salzburg häufig gestellte Fragen (FAQ) – ist aktualisiert am 8/6/2024.

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